Meine Geschichte
Es war der Dezember 2023, als sich mein Leben auf einen Schlag veränderte. Meine Mutter, erst 59 Jahre alt, bekam plötzlich Fieber. Zwei Tage später lag sie im künstlichen Koma. Am Ende war es ein Schlaganfall – und sie kam nie wieder zurück.
Ich wusste, dass sie panische Angst vor Ärzten hatte. Sie war nie bei Untersuchungen, nie in Kontrolle. Und doch kam ihr Tod so überraschend, dass er mir den Boden unter den Füßen wegriss. Da war keine Zeit für Abschied. Kein „Ich liebe dich“ mehr. Kein „Danke“. Nur Leere. Und ein schmerzhaftes „Was wäre wenn?“.
Ich stand da – als Tochter, als Mutter, als Mensch – und hatte keine Ahnung, wie man weitermacht, wenn das Herz so schwer ist, dass selbst das Atmen wehtut.
Ich habe viel gelesen. Über Trauer, über den Tod, über das Weiterleben. Ich habe geschrieben, geweint, geschwiegen. Ich habe begonnen, die kleinen Dinge neu zu sehen – das Licht am Morgen, den Wind in den Bäumen, die Nähe meines Sohnes.
Mit der Zeit kamen kleine Rituale, innere Gespräche, ein neues Vertrauen in das, was größer ist als wir. Ich folge heute einem spirituellen Weg – nicht aus Flucht, sondern aus Verbundenheit. Ich glaube, dass die Liebe bleibt. Und dass Heilung möglich ist – mitten im Schmerz.
Diese Seite ist Teil meines Heilungsprozesses. Und vielleicht auch ein kleiner Lichtpunkt für dich. Wenn du Ähnliches erlebt hast, dann weißt du: Trauer ist kein Weg, den man einmal geht. Es ist eine Bewegung. Ein immer wieder Annehmen, Loslassen, Erinnern – und Lieben.
